
Herzogenaurach, September 2025 – Ein wichtiger Meilenstein für die queere Community in Herzogenaurach: Am 17. September 2025 wurde im Jugendhaus Rabatz der Verein Pride Herzo e.V. gegründet. Mit dem neuen Verein möchten sich die Mitglieder langfristig für queere Sichtbarkeit, Akzeptanz und gegenseitige Unterstützung in Herzogenaurach und der Region einsetzen.
Zur Gründungsversammlung, die um 19 Uhr im Jugendhaus Rabatz stattfand, kamen insgesamt 16 Personen zusammen, darunter Vertreter*innen der Presse sowie eine Begleitperson. Bereits zu Beginn stand die gemeinsame Beratung über die vorgeschlagene Vereinssatzung auf der Tagesordnung. Nach intensiver Diskussion wurden kleinere Änderungen vorgenommen, bevor schließlich die 12 Gründungsmitglieder die Satzung unterzeichneten und damit offiziell den Grundstein für den neuen Verein legten.
Im Anschluss an die Vereinsgründung wurde der erste Vorstand gewählt. In den Vorstand von Pride Herzo e.V. wurden Antonia Fueßl, Sabrina Brehm, Joy Wüstner und Veit Götz gewählt. Zusätzlich wurden Ronja Lippert und Adriana Steege als Kassenprüferinnen bestimmt.
Neben der Wahl der Vereinsorgane traf die Versammlung weitere grundlegende Entscheidungen für die zukünftige Arbeit des Vereins. So wurden unter anderem eine Beitragsordnung, die Einrichtung eines Vereinskontos sowie die Erstellung einer Vereinswebsite beschlossen.
Sichtbarkeit, Unterstützung und Gemeinschaft
Pride Herzo e.V. verfolgt das Ziel, die Aufmerksamkeit für die Rechte queerer Menschen in Herzogenaurach und der Region zu stärken. Dies soll insbesondere durch öffentliche Aktionen wie den Christopher Street Day (CSD), Informationsangebote sowie Veranstaltungen und Begegnungsräume gelingen.
Darüber hinaus möchte der Verein queeren Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität Diskriminierung erfahren, Unterstützung und Austauschmöglichkeiten bieten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf jungen Menschen: Jugendliche können kostenlos Mitglied im Verein werden, um möglichst niederschwellige Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen.
Die Gründungsmitglieder betonen zudem die Bedeutung queerer Sichtbarkeit außerhalb großer Städte. Noch immer konzentrieren sich viele queere Angebote auf urbane Räume – mit Pride Herzo e.V. soll deutlich werden, dass auch in kleineren Städten und ländlicheren Regionen Menschen aktiv für Vielfalt, Akzeptanz und ein respektvolles Miteinander eintreten.
Aus loser Initiative wird offizieller Verein
Die Entscheidung zur Vereinsgründung entstand aus der praktischen Arbeit der bisherigen losen Pride Herzo-Gruppe, die sich bereits mit großem Engagement für die Organisation des ersten Christopher Street Days in Herzogenaurach eingesetzt hatte.
Im Laufe der Vorbereitungen wurde deutlich, dass eine feste Vereinsstruktur notwendig ist. Erst durch die Gründung eines eingetragenen Vereins können beispielsweise ein offizielles Konto eröffnet, Fördermöglichkeiten genutzt oder eine langfristige öffentliche Vertretung geschaffen werden. Die Organisator*innen hoffen, dass dadurch die Durchführung zukünftiger Projekte – insbesondere kommender CSDs – deutlich erleichtert wird.
Zum Zeitpunkt der Vereinsgründung blickten alle Beteiligten mit großer Vorfreude auf den bevorstehenden ersten CSD in Herzogenaurach. Besonders spannend war damals die Frage, wie viele Menschen sich der Premiere anschließen würden – eine Frage, die wenige Tage später mit einem überwältigenden Erfolg beantwortet werden sollte.
Mit der Vereinsgründung setzt Pride Herzo e.V. ein klares Zeichen: Queeres Leben gehört sichtbar zu Herzogenaurach – heute und in Zukunft. 🏳️🌈


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